...hier erhalten Sie ab und zu Einblicke in die Laden- und Vereinsarbeit.

 
   
Lebendiger Adventskalender 2016
Adventsfenster mit Feier im Laden
lebendiger Adventskalender

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Hier veröffentlichen wir regelmäßig Informationen zu
den Projekten hinter unseren Produkten

Filigrana (Artikel im Blickpunkt am 15.5.2014)

Colombo³ (Artikel im Blickpunkt am 17.4.2014)

Die Chotanagpurgruppe (Artikel im Blickpunkt am 10.4.2014)

Sang Arun (Artikel im Blickpunkt am 27.3.2014)


Unsere neuen Räume in der Schloßstr. 9
Neueröffnung im Oktober 2013
neuer Laden
 
Teilnahme am Mädlesfest  -  800 Jahre Winnenden

Artikel der Winnender Zeitung vom 15.06.2012    
Artikel vergrößernArtikel der Winnender Zeitung 15.06.2012Artikel vergrößern

   
Der ehemalige Laden in der Torstraße 10 (im Rathaus

Blick in den Laden
       
Filigraner Schmuck aus Paraguay

Das Besondere an den Fair Trade Schmuckarbeiten aus Luque, in der Nähe der Hauptstadt Asunción, sind die Transparenz und die Leichtigkeit der Schmuckstücke, die einem Spitzengewebe gleichkommen. Die Herstellung erfordert Geduld, Präzision sowie einen scharfen Blick.

Goldschmiede aus Spanien und Portugal führten die Techniken des filigranen Schmucks während der Kolonialzeit ein. Insbesondere in den Jesuitenreduktionen, in denen die verfolgten Guarani-Indianer Zuflucht suchten, wurden umfassende Kenntnisse über diese so besondere Technik der Schmuckherstellung vermittelt.Die Einwohner Paraguays konnten sich bis heute die bewundernswerten Fertigkeiten der Filigrantechnik erhalten.Sie ließen sich dabei von der reichhaltigen Fauna und Flora Südamerikas inspirieren und entwickelten zahlreiche eigene Designs. Insbesondere das Spinnennetz, welches sich auch in den für Südamerika so typischen Stickereien wiederfindet, taucht immer wieder als Element in dem Silberschmuck auf.

Der Schmuck wird aufwändig komplett von Hand gearbeitet. Selbst die feinen Silberdrähte, aus denen die filigranen Kunstwerke geschaffen werden, sind von Hand geformt. Hierbei wird recyceltes 950er Silber geschmolzen und zu feinen Silberdrähten verarbeitet. Die Kunsthandwerker fertigen verschiedenste Formen, in die sie nun die Silberdrähte in zahlreichen Variationen einsetzen,um daraus eine Vielzahl faszinierender Schmuckstücke zu erschaffen. In der kleinen Werkstatt in der Stadt Areguá, welche an der Grenze zu Luque liegt, arbeiten 10 Silberschmiede. In dieser Werkstatt befinden sich die gemeinsam genutzten Werkzeuge. Oftmals arbeiten die Handwerker auch von zu Hause aus. Die selbstständigen Kunsthandwerker werden von Estación A., einem Kulturzentrum mit Sitz in Areguá, unterstützt. Das Kulturzentrum schult die Künstler, ermöglicht ihnen die Teilnahme an Workshops, an internationalen Wettbewerben und Messen. Estación A. ist Mitglied der World Fair Trade Organisation und der WFTO- Lateinamerika. Die Künstler können mit ihrer Arbeit einen Verdienst erlangen, der etwa 30% über dem Mindestlohn in Paraguay liegt, zudem erhalten sie einen festen Anteil des Gewinns nach Steuern durch den Verkauf des Silberschmucks über Filigrana-Schmuck, um dringend benötigte Werkzeuge zu erwerben.

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Colombo³
Passion For Natural Fashion
Nach dem furchtbaren Tsunami 2004 kam Martina Lenz nach Sri Lanka - als Einsatzleiterin für Medizin und Krisenintervention. Nach vielen weiteren Einsätzen und Besuchen gründete sie den Verein auxilio veniere e.V., der ein Krankenhaus und Schulen unterstützt und erfolgreich ein Bildungspatenschafts-Projekt ins Leben rief.
Colombo³ war nicht geplant, es ist einfach geschehen, -trotz der ganzen Probleme und Widerstände innerhalb der Strukturen von Sri Lanka. Gesellschaftliche Konventionen in Sri Lanka führen dazu, dass Frauen ausgeschlossen werden und verarmen. Verhöhnt durch die Männer, die sie schlugen, vernachlässigt durch die Regierung, im Stich gelassen von der eigenen Familie, beraubt durch den Tsunami. Martina Lenz saß mit den Frauen im 3.Distrikt der Hauptstadt Colombo zusammen und probierte die Schnitte für die Stofftiere aus.Mit dem Ergebnis vom Schwein war sie nicht recht glücklich, denn es sah eher wie ein Dackel aus.Ihre Bemerkung entfachte bei den Frauen eine heftige Diskussion, jede wusste besser, wie man das Schweinchen noch hübscher nähen könnte. Aus Langeweile und zur „Versöhnung“ befestigte sie kleine Flügel an dem Schweinchen. Als sie es dann noch „fliegen“ ließ fingen alle an zu lachen und die Diskussion war schlagartig beendet. Somit war das fliegende Schwein geboren und steht für gemeinschaftliche Ergebnisse und dafür, dass auch Unmögliches passieren kann.
Aus „Pigs can´t fly „ wurde Colombo³ – Pigs might fly;“ So wurde 2007 das Textil-Projekt „Diriyalanka“ (Hilfe für Sri Lanka) gegründet. 2011 entstand das Label und das deutsche Fair Trade Unternehmen Colombo³, das Ausbildung, Arbeit und neue Perspektiven für Frauen in Sri Lanka bietet! Wir haben in unser Sortiment die bunten Kinderrucksäcke, Stofftiere und eine Kuchen-oder Tortentransporttasche aufgenommen.
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Die Chotanagpurgruppe
Handwerk aus Indien

Die Chotanagpurgruppe ist eine Eine-Welt-Handels-Gruppe, die sich auf den Import von Waren aus Indien und Nepal für Eine-Welt-Läden und Aktionsgruppen spezialisiert hat. Chotanagpur ist eine Gegend im neu gegründeten Bundesstaat Jherkhand im Nordosten Indiens. Dort lebt und arbeitet die erste Partnergruppe: Dorfweber, die früher Festtagssaris gewebt haben, die heute kaum noch jemand will, weil die angenehmer  zu tragenden und industriell hergestellten Baumwollsaris so billig geworden sind, dass auch die Dorfbewohner sie sich leisten können. Ein Mitarbeiter, der länger in Indien gearbeitet hat, stieß in den siebziger Jahren auf diese Gruppe und riet ihnen, auch Tischdecken und Bettüberwürfe herzustellen. Die Produktion war erfolgreich, aber es gelang nicht, eine europäische Organisation des Fairen Handels zu gewinnen, die hiesige Vermarktung zu übernehmen. So beschloss Chotanagpur es selbst zu versuchen. Die Dorfweber bildeten die Genossenschaft „Nivucha Weavers“ Co-operative Society, der gemeinnützige Verein Chotanagpur e.V. wurde gegründet. Andere Dorfgemeinschaften und Behindertenwerkstätten wurden darauf aufmerksam und baten, auch für sie die Vermarktung ihrer Produkte in Deutschland zu übernehmen. So entstand eine kleine Importorganisation, die streng nach den Kriterien für den Alternativen Handel arbeitet, so wie sie in den Konventionen für Weltläden festgelegt sind. Der persönliche Kontakt mit allen Projektpartnern ist für Chotanagpur sehr wichtig. Regelmäßige Besuche werden gemacht um über die Lebenssituation und über die Produkte zu sprechen. In den letzten Jahre hat sich Kalkutta zu einem Zentrum für die indische Lederverarbeitung entwickelt. Da kaum maschinelles Kapital notwendig ist, ist dies eine gute Möglichkeit, für die Bewohner der Slums eine geregelte Einkommensmöglichkeit zu schaffen. Die Lederwaren werden nicht chemisch, sonder nur mit Salzwasser und natürlichem Alkaloid gegerbt. Wir beziehen über Chotanagpur Handtaschen  und Geldbörse.

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Sang Arun
Keramikprodukte aus Thailand

Sang Arun ist ein traditioneller Familienbetrieb, der sich vor allem für die Förderung von Frauen und die Einhaltung sozialer Arbeitsbedingungen einsetzt. In der ländlichen Region rund um die Stadt Lampang im Norden Thailands ist die wirtschaftliche Lage durch Unterbeschäftigung und ausbeuterische Arbeitsbedingungen gekennzeichnet.
Die Stadt Lampang ist aufgrund des reichen  Vorkommens an besonders hochwertiger Kaolinerde seit Jahrhunderten als Zentrum für feines Porzellan berühmt.
Der Familienbetrieb Sang Arun ( Sonnenschein) wurde 1976 gegründet, mit dem Ziel, ein Zeichen gegen diese Missstände zu setzen. Sukzessive wurden Arbeitsbedingungen eingeführt, wie sie sonst in der Region unüblich sind. Schriftliche Arbeitsverträge, Ausbildungsangebote, ein Verbot von Kinderarbeit etc. Mutterschutzurlaub sowie die Öffnung einer KITA ermöglichen vor allem jungen Frauen den Schritt in die Erwerbstätigkeit.
Die Produkte von Sang Arun sind aus reiner Kaolin-Tonerde gefertigt, die mit Wasser  vermischt in Gipsformen gegossen wird. Nach dem Trocknen werden die Formen in Gasöfen gebrannt, danach von Hand bemalt und mittels Schablonen verziert. Abschließend werden sie noch einmal über 12 Stunden bei hoher Temperatur im Ofen gebrannt. Dadurch können die Produkte sowohl in der Mikrowelle benutzt als auch in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden. Mit dem Einsatz von Gasöfen setzt Sang Arun auch in ökologischer Hinsicht ein Zeichen: im Vergleich zu den traditionell verwendeten Holzöfen wird weniger Energie gebraucht und damit die Umwelt weniger belastet. Das Ergebnis der Arbeit sind durchweg hochwertige Keramikprodukte, die einen hohen Qualitätsstandard mit schönem Design verbindet.

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